An einem Nachmittag

An einem Nach­mit­tag die Wal­nuss knospt.
Da wer­den Män­ner blausamtene Augen haben
Und die Liebe ihres Geschlecht­es wird wieder erschaf­fen sein.

Sie wer­den Träume haben
Und auf den Krieg vergessen.

Der Mann wird ein Herz in sich tra­gen
Und aufhören Angst zu haben sich zu ver­schenken.

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Die Welt ist nicht digital

Die Welt ist nicht dig­i­tal, sie war es nie und wird es aller Wahrschein­lichkeit auch niemals sein. Das Einzige, was Gefahr läuft dig­i­tal­isiert zu wer­den, ist der Men­sch, sein Denken, sein Bewusst­sein und dem­nach SEINE sub­jek­tive Wahrnehmung der Welt.

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Das Resonanzprinzip

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Veröffentlicht im TAU-Magazin, Heft 09/2016 (Download als PDF)

Als ich trotz aller inneren Unken­rufe mit­ten unter der Woche kür­zlich einen zweck­freien Vor­mit­tag ein­legte, durfte ich eine erstaunliche Erfahrung machen. Am Ende war zwar die Zeit ver­gan­gen, aber nicht das Jet­zt. Was ich getan hat­te, war eigentlich nichts Beson­deres und doch so ungewöhn­lich. Ich hat­te mich ein­fach mein­er inneren Wahrnehmung hingegeben und nichts gemacht, was ihr wider­sprochen hätte.

Alle Gefüh­le, Sin­ne­sein­drücke, Infor­ma­tio­nen, die aus dem Inneren auf­stiegen oder sich im Außen gezeigt haben, habe ich wahrgenom­men und mich entsprechend ver­hal­ten.

Ich habe jeman­den ange­sprochen, weil mir spon­tan danach war. Ich bin ohne Grund noch länger am Wiener Donaukanal sitzen geblieben, habe den Fluss beobachtet und auf den richti­gen Moment gewartet, um zu gehen. Es waren Stun­den ver­gan­gen, doch der Blick auf die Uhr schien sur­re­al. Diese zeit­freien Räume haben die Beson­der­heit, dass man in ihnen dem eige­nen Stim­migkeits­ge­fühl sehr nahe kommt. Es sind Übungsräume, wo jede kleine Bewe­gung, jed­er Gedanke von Acht­samkeit begleit­et ist.

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Jeder auf seine Weise — Ein Erfahrungsbericht

Leg­ende:
„ich“ klein geschrieben (ste­ht für die Erfahrung des getren­nten Egos)
ICH groß geschrieben, ste­ht für das Zeu­­gen-Bewusst­­sein indem sich meine Wahrnehmung
während der Zer­e­monie befand.

Im August 2015 nahm ich an ein­er Mesa, ein­er schaman­is­chen Heilz­er­e­monie, teil. Das ich-Bewusst­sein war während­dessen über mehrere Stun­den fast voll­ständig aus meinem Kör­p­er gewichen und in diesem Zus­tand war es mir nicht möglich, auch nur einen mein­er Fin­ger zu bewe­gen. Trotz allem war ICH “wach” und wurde Zeuge ein­er außergewöhn­lichen Begeben­heit.

Das Bewusst­sein schläft im stillen Selb­st und sucht sich sich einen Kör­p­er aus,
den es mit einem indi­vidu­ellen Bewusst­sein belebt und beat­met.

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