Bewusstsein schafft Lebendigkeit

Veröffentlicht im TAU-Magazin, Heft 11/2017 (Download als PDF)

Ist Bewusstsein etwas, das wir eigenständig erzeugen? Lässt sich Bewusstsein künstlich reproduzieren? Können wir Bewusstsein auf Knopfdruck starten und anhalten? Oder ist uns Bewusstsein a priori gegeben, ob wir wollen oder nicht? Um auf diese Fragen einzugehen, möchte ich ein persönliches Erleben zum Ausgangspunkt nehmen und damit gleichzeitig ein Phänomen beleuchten, das in der philosophischen und entwicklungs-psychologischen Literatur als „Stufen oder Ebenen des Bewusstseins“ bezeichnet wird.

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An einem Nachmittag

An einem Nachmittag die Walnuss knospt.
Da werden Männer blausamtene Augen haben
Und die Liebe ihres Geschlechtes wird wieder erschaffen sein.

Sie werden Träume haben
Und auf den Krieg vergessen.

Der Mann wird ein Herz in sich tragen
Und aufhören Angst zu haben sich zu verschenken.

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Das Resonanzprinzip

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Veröffentlicht im TAU-Magazin, Heft 09/2016 (Download als PDF)

Als ich trotz aller inneren Unkenrufe mitten unter der Woche kürzlich einen zweckfreien Vormittag einlegte, durfte ich eine erstaunliche Erfahrung machen. Am Ende war zwar die Zeit vergangen, aber nicht das Jetzt. Was ich getan hatte, war eigentlich nichts Besonderes und doch so ungewöhnlich. Ich hatte mich einfach meiner inneren Wahrnehmung hingegeben und nichts gemacht, was ihr widersprochen hätte.

Alle Gefühle, Sinneseindrücke, Informationen, die aus dem Inneren aufstiegen oder sich im Außen gezeigt haben, habe ich wahrgenommen und mich entsprechend verhalten.

Ich habe jemanden angesprochen, weil mir spontan danach war. Ich bin ohne Grund noch länger am Wiener Donaukanal sitzen geblieben, habe den Fluss beobachtet und auf den richtigen Moment gewartet, um zu gehen. Es waren Stunden vergangen, doch der Blick auf die Uhr schien surreal. Diese zeitfreien Räume haben die Besonderheit, dass man in ihnen dem eigenen Stimmigkeitsgefühl sehr nahe kommt. Es sind Übungsräume, wo jede kleine Bewegung, jeder Gedanke von Achtsamkeit begleitet ist.

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Jeder auf seine Weise – Ein Erfahrungsbericht

Legende:
„ich“ klein geschrieben (steht für die Erfahrung des getrennten Egos)
„ICH“ groß geschrieben, steht für das Zeugen-Bewusstsein indem sich meine Wahrnehmung
während der Zeremonie befand.

Im August 2015 nahm ich an einer Mesa, einer schamanischen Heilzeremonie, teil. Das ich-Bewusstsein war währenddessen über mehrere Stunden fast vollständig aus meinem Körper gewichen und in diesem Zustand war es mir nicht möglich, auch nur einen meiner Finger zu bewegen. Trotz allem war ICH „wach“ und wurde Zeuge einer außergewöhnlichen Begebenheit.

Das Bewusstsein schläft im stillen Selbst und sucht sich sich einen Körper aus,
den es mit einem individuellen Bewusstsein belebt und beatmet.

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