Vor­trag von Michaela Lud­wig im Rah­men von MEDIZIN UND BEWUSSTSEIN 2018.
Es geht kurz und schlicht darum das Krank­sein unser­er Kinder anders zu betra­cht­en. Es ist nicht ein Übel, das drin­gend und sofort untr­drück­end ther­a­piert wer­den muss und am besten gar nicht stat­tfind­et.
Krank­sein bei Kindern ist zumeist ein wichtiger Entwick­lung­sprozess, der kör­per­lich wie seel­isch eine Auf­gabe darstellt. Die Kinder brau­cen die Auseinan­der­settzung mit der Krankheit und den erregern für ihr Immuntrain­ing und bedür­fen dann ein­er sin­nvollen “Auszeit”, in der sie krank sein dür­fen. Und diese mit aller TZuwen­dung und Ruhe, die dafür erforder­lich ist. In unser­er Gesellschaft ist es lei­der so, dass wir unter großem druck ste­hen und Atem­pausen kaum Raum haben, unsere Kinder ste­hen eben­falls bere­its unter diesem Druck der Schnel­llebigkeit und der Leis­tung­sori­en­tiertheit, was dazu führt, dass wichtige Entwick­lungss­chritte schwieriger vol­l­zo­gen wer­den, weil dafür keine Zeit und kein Raum ist.
Diese Betra­ch­tung lege ich meinen Aus­führun­gen zum Sinn vom kindlichen Krank­sein zu Grunde. © Michaela Lud­wig, Medi­zin und Bewusst­sein 2018