Weil die Real­ität wie sie sich heute schein­bar präsen­tiert, auf ein­er Lüge oder zumin­d­est einem fatalem Irrtum basiert.

Auf dem Irrtum dass es äußere Kräfte gibt die uns schaden wollen, und vor denen wir uns zu schützen hät­ten. Dieser Ver­such ist immer eine Abspal­tung unseres eige­nen Bewusst­seins — denn ganz klar — wenn ich einen anderen Men­schen so nicht haben will wie er ist, negiere ich gle­ichzeit­ig die Quelle (oder stelle sie jeden­falls in Frage), die mich selb­st her­vorge­bracht hat. Ich bezwei­fle also ihre Vol­lkom­men­heit und möchte aus meinem begren­zten Bewusst­sein (mit dem wir als Indi­vidu­um notwendi­ger­weise aus­ges­tat­tet sind) ein ganzheitlich­es Bewusst­sein ableit­en, das genau weiß welche Dinge oder Aspek­te sin­nvoll sind und welche uner­wün­scht.

Damit begren­zen wir uns nicht nur selb­st, wir spal­ten uns auch von der Quelle ab — denn nur aus ihr fließt alles in gle­ich­mütiger Vol­lkom­men­heit.

All das heißt nicht, wehr­los und ohn­mächtig allem gegenüberzuste­hen wom­it man kon­ftron­tiert wird, ganz im Gegen­teil begin­nt nun ein lebendi­ges Aus­loten der Aspek­te und wir begin­nen unsere Wahrnehmung durch unsere Entschei­dun­gen zu verän­dern. Aber wir stellen nicht mehr grund­sät­zlich in Frage, bew­erten nicht mehr grund­sät­zlich ob das eine bess­er ist als das andere. Seien das Feind­bilder, Bak­te­rien, Krankheit­en. Wenn wir begreifen dass alles, aus­nahm­s­los alles aus der sel­ben Quelle näm­lich unserem Bewusst­sein entspringt, erleben wir zwar die Polar­ität der Erschei­n­un­gen doch wir hören auf uns dage­gen zu wehren. Und dann kann buch­stäblich nichts mehr geschehen was uns schadet. Denn Schaden kann immer nur die irrtüm­liche Iden­ti­fizierung betr­e­f­fen. Näm­lich die auss­chließliche Iden­ti­fizierung mit einem Kör­p­er-Ich, das der Welt gegenüber­ste­ht und sich nicht als unge­tren­nter Teil dieser Welt begreift.