Das Thema

Das Gesamtprojekt WEGE ZUM SELBST hat die Zusammenführung fundierter Bewusstseinsinhalte zum Ziel und will den dahinter liegenden Einheitsgedanken sichtbar machen. Über das Einzelerleben hinaus soll das verbindende Potential unserer Existenz wachgerufen werden. Es geht um Fragen, die viele von uns beschäftigen und um Lösungsmöglichkeiten die wir im gemeinsamen Erleben finden können.

Ein co-kreativer Erfahrungsraum

WEGE ZUM SELBST verbindet Filmbeiträge, Interviews, Texte, persönliche Erfahrungen, themenspezifische Veranstaltungen und co-kreatives Miteinander zu einem organischen Geflecht, das in der Lage ist Vorurteile und Hemmschwellen zu überwinden und dazu ermutigt, das Potential unseres Bewusstseins über kollektiv auferlegte Begrenzungen hinaus, zu erleben und zu erforschen. Alles was dieser Form der Bewusstwerdung dienlich ist, soll Platz haben und Ausdruck finden. Dabei entsteht ein Raum, in dem neue Möglichkeiten der Seinsbetrachtung ans Licht kommen, ein Raum, in dem Inspiration und lebendiger Austausch auf zutiefst menschlicher Ebene möglich wird.

An dieser Stelle auch ein Appell an alle, die sich angesprochen fühlen und in der einen oder anderen Form, mitdenken, mitarbeiten, mitermöglichen wollen.

Polarität und Not-Wendigkeit

Die Not-Wendigkeit einer geistigen Wiederanbindung an unseren evolutionären Ursprung könnte zeitgemäßer nicht sein, denn die Unversöhntheit mit der menschlichen Existenz spüren wir heute wohl deutlicher denn je. Immer mehr elementare Sinn- und Lebensbereiche sind im Verschwinden begriffen, bedroht durch einen Entfremdungszustand, der den Menschen in Opposition zu Natur und Kosmos setzt. Der heutige Daseinskampf ist kein Überlebenskampf mehr, er ist ein Kampf gegen unsere eigene Natur geworden. Diese radikale Erfahrung der Getrenntheit und Polarisierung kann in einem Gefühl der Ohnmacht gegenüber den Verhältnissen münden oder aber dazu dienen, das Erleben von Verbundenheit zu intensivieren. Weiter gedacht führt das zu der Möglichkeit, dass das Bewusstsein selbst einen Weg der Extreme gewählt hat, um sich an die ursprüngliche Verbundenheit zu erinnern. Zu erkennen, dass es eine Wahlmöglichkeit gibt und demnach bewusst unterscheidungs- und handlungsfähig zu bleiben, scheint ein wesentlicher Aspekt in der Schau auf das unbenennbare Ganze.

Transformation und Erinnerung

WEGE ZUM SELBST ist somit ein Transformations- und Erinnerungsprojekt gleichermaßen. Transformation im Sinne einer Überwindung von tief sitzenden Angststrukturen, aus der ein neuer Handlungsspielraum entsteht. Erinnerung im Sinne einer Wiederanbindung an unsere seelische Heimat, aus deren Quelle sich unser irdisch-körperliches Dasein speist und in dessen Ozean wir zurückfließen (können), wenn sich unser Bewusstsein wieder von diesem Körper lösen wird. Gerade in diesem Stadium spielt der bereits im Leben gewonnene Erfahrungsraum oder die Überwindung der Angst vor dem Unbekannten eine wesentliche Rolle. Über das hinaus gehen was scheinbar Angst macht, heißt mit dem vertraut werden, was tatsächlich Zuversicht spendet. Eine Bewusstwerdung um unsere wahre Natur, eine Erinnerung an unser wahres Selbst.

Ramon Pachernegg alias Ramon Solaris, 2016