LEAVING DENVER

Mit einem kon­tem­pla­tiv­en und einem weinen­den Auge ver­lasse ich Den­ver. Aufge­laden mit vielschichti­gen und kon­trastre­ichen Ein­drück­en, die meinen Geist über­wälti­gen ohne ihn zu über­fordern. Warum? Ich weiß es selb­st nicht und habe aufge­hört danach zu fra­gen. Gigan­tis­che Wolkenkratzer, darunter wie aus der räum­lichen Rela­tion gefal­l­ene Men­schen (sel­ten Tiere) gefan­gen oder erlöst in einem dicht­en Netz von schriller Bun­theit, tragisch-ver­wüsteten Exis­ten­zen, nüchtern­er Geschäftigkeit, automa­tisiert­er Höflichkeit an Super­markt-Fließband-Kassen, sprechen­den Bussen, blind­en Katzen, dig­i­talem und medi­alem Über­fluss — alles nebeneinan­der, gle­ichzeit­ig in gewaltiger kos­mis­ch­er Inten­sität, während eine gleißende Sonne den Schlagschat­ten der engen Gassen durch­bricht und spiegel­glat­te Fas­saden ihre Umge­bung in abstrak­te Bruch­stücke zer­legen. Wer bin ich, der all das wahrn­immt, mal staunend, mal erschöpft, mal zerzaust, mal konzen­tri­ert, mal begehrlich, mal abweisend.

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Der Frieden im Aussen ist Innen

Nach­dem nun auch der Flug nach Den­ver gebucht ist, kann ich ohne Übertrei­bung sagen, dass die 5.000,- US$ schwere Anmel­dung zu dem Ken Wilber Loft-Event in Den­ver eine der schwierig­sten und zugle­ich erken­nt­nis­re­ich­sten Entschei­dun­gen in meinem bish­eri­gen Leben war. Sie führte mich näm­lich von der Erstar­rung in die Erstar­rung.

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