Dass wir so etwas wie Selbstbewusstsein in uns tragen, ist in gewisser Weise schon die Erleuchtung. Denn hier begegnet sich das formlose Bewusstsein erstmals in der Materie selbst.

Sozusagen als sein Spiegel oder als das was es selbst hervorgebracht hat. Aus diesem Grund handeln Tiere rein instinktiv, sie sind aus demselben Bewusstsein gemacht, werden von demselben Bewusstsein geleitet, haben es aber noch nicht soweit durchdrungen dass sie sich darin selbst erkennen würden. Dass Tier folgt den Impulsen des Bewusstseins ohne diese zu hinterfragen und diese Impulse sind nun mal auf ihr körperliches Überleben ausgerichtet, mit all den feisensorischen Antennen die dazu benötigt werden.

Das Bewusstsein lässt niemanden im Stich, denn das was materiell verloren geht, wird im immateriellen Bewusstsein wieder aufgefangen – ganz so als wäre keine Zeit vergangen. Somit existiert Zeit nur in der materiellen Welt die nicht mehr und nicht weniger ist als die eine Seite der Medaille.

Somit ist dass was es an Wahrheiten in der Welt gibt, auch nur möglich wenn es eine alles verbindende Wahrheit im Hintergrund gibt. Man könnte auch sagen dass es eine Wirklichkeit gibt, die in der Lage ist unendlich viele Wahrheiten zu erzeugen, die aber alle immer nur auf diese eine Wirklichkeit hindeuten können. Und genau aus diesem Grund ist von jeder Wahrheit auch das Gegenteil wahr. Denn das was die Wirklichkeit ausmacht ist per se unaussprechbar, denn wie soll man etwas mit Worten beschreiben, was Worte und Sprache überhaupt erst hervorgebracht hat? Unser Bewusstsein.